2014

Hinaus zum 1. Mai – zum Tag der unsichtbaren Arbeit!

Gewerkschaften und politische Parteien feiern den 1. Mai seit Generationen als Tag der Arbeit – aber welche Arbeit ist gemeint? Noch widmet sich der 1. Mai nur der offiziell anerkannten, formell regulierten bezahlten Arbeit. Einen großen Teil der gesellschaftlich notwendigen Arbeit verrichten jedoch Menschen – überwiegend weiblichen Geschlechts – im Schatten oder an den Rändern formeller Arbeit. Diese Arbeitsleistung entzieht sich der öffentlichen und politischen Aufmerksamkeit.

Das soll sich ändern! Es ist höchste Zeit, die ganze Arbeit gesellschaftlich sichtbar zu machen und anzuerkennen – auch jene Hälfte, die vor allem in privaten Haushalten verrichtet wird. Dieser Arbeitsbereich soll in seiner Bedeutung und besonderen Qualität wahrgenommen werden und gesellschaftliche Anerkennung erfahren: die Arbeit von Müttern und Vätern, die Arbeit pflegender Angehörigen wie auch die Arbeit von Haushaltsarbeiter_innen, die rund um die Uhr kranke, behinderte und alte Menschen betreuen, pflegen und versorgen und der Reinigungskräfte aus aller Welt, die Wohnungen in Deutschland sauber halten.

Dafür wurde in der Nacht zum 1. Mai 2014 ein erster Schritt getan. Die Initiativgruppe Care.Macht.Mehr hat den 1. Mai zum Tag der unsichtbaren Arbeit erklärt und 2014 in München gefeiert.

Zum 1. Mai 2015 sollte es viele Nachahmer_innen an vielen anderen Orten in vielen kreativen Formen geben.

Wo gibt es weitere Feldherren und Könige, Dichter und Denker, die geschmückt mit Schürzen, Kochlöffeln und Putzeimern noch besser aussähen? Was fällt Ihnen ein, um unsichtbare Arbeit sichtbar zu machen? Mailen Sie uns Ihre Ideen, wir können diese kommunizieren. Machen wir den 1. Mai zum Tag der unsichtbaren Arbeit!

In diesem Sinne: Heraus zum 1. Mai!