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Aktuelles

UNO International Day of Care and Support am 29. Oktober
Entsprechend dem Beschluss der UNO-Generalversammlung 2023 gilt der 29. Oktober als International Day of Care and Support. Dieser Tag soll das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedeutung von Pflege und Betreuung schärfen, um Geschlechtergleichstellung und Nachhaltigkeit zu stärken. Ziel ist es, robuste, widerstandsfähige, geschlechter-, behinderten- und altersgerechte Pflege- und Betreuungssysteme zu unterstützen, die die Menschenrechte uneingeschränkt achten. Unbezahlte Pflege-, Betreuungs- und Hausarbeit gilt es angemessen wahrzunehmen, aufzuwerten und neu zu verteilen. Alle Arbeitskräfte in diesen Feldern müssen anerkannt und wertgeschätzt, die berufliche Segregation in der Pflege- und Betreuungsarbeit verringert und der Übergang von informeller zu formeller und menschenwürdiger Arbeit im Bereich der bezahlten Pflege-, Betreuungs- und Hausarbeit erleichtert werden. Es braucht hochwertige Arbeitsplätze in der Pflege- und Betreuungswirtschaft, und auch die Entlohnung und Vertretung von bezahlten Haushaltsarbeiterinnen, einschließlich Pflege- und Betreuungskräften, gilt es zu verbessern. Mehr dazu unter: https://www.un.org/en/observances/care-and-support-day

ANGRIFFEN AUF DIE FREIHEIT VON FORSCHUNG UND LEHRE ENTSCHLOSSEN ENTGEGENTRETEN

Hashtag: #Wissenschaftsfreiheit

Die Wissenschaftsfreiheit ist mit Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes (GG) vor politischen
Eingriffen geschützt und als Menschenrecht weltweit verbürgt. Sie bildet einen unverzichtbaren
Bestandteil demokratischer Staaten und ihrer politischen Ordnung. Vor dem Hintergrund der
deutschen Geschichte muss diese Freiheit als unantastbares Fundament unserer Demokratie
gewürdigt, verteidigt und stets neu verwirklicht werden. Jeder Eingriff in akademische Strukturen
und die Freiheit der Forschung beschädigt nicht nur die wissenschaftlichen Institutionen und
deren internationales Ansehen; es fügt auch der Demokratie als Ganzes erheblichen Schaden zu.
Die Freiheit der Wissenschaft ist untrennbar mit der Freiheit der Gesellschaft verbunden, denn
ohne sie gibt es weder Innovation noch Fortschritt – beides jedoch basiert auf Forschung.
Am 18. Januar 2025 kündigte Alice Weidel auf dem Parteitag der AfD an, dass eine Regierung unter
ihrer Führung alle Einrichtungen der Gender Studies schließen würde. „Wir schmeißen alle diese
Professoren raus“, so Weidel. Damit konkretisiert sie die programmatische Ablehnung einer
ganzen Disziplin und droht, massiv in die Freiheit von Forschung und Lehre einzugreifen. Diese
Äußerungen sind nicht nur verfassungswidrig, sondern auch zutiefst antidemokratisch. Mit einem
Angriff auf die Gender Studies wird ein Präzedenzfall geschaffen, der sich beliebig auf andere
wissenschaftliche Disziplinen und Arbeitsfelder ausweiten lässt.
Die Unabhängigkeit der Wissenschaft gilt uneingeschränkt für alle Forschungsbereiche. Sie stellt
sicher, dass wissenschaftlicher Fortschritt möglich ist, und bildet so die Grundlage für die
Zukunftsfähigkeit von Demokratie und Pluralismus. Konstruktive, sachliche Kritik und die offene
Diskussion über Forschung und Lehre in der breiten Öffentlichkeit sind ebenso wichtige Bestandteile
dieses Fortschritts wie die Wissenschaftskommunikation. Jegliche Versuche, einzelne
Forschende, Forschungsgruppen oder Fachrichtungen zu diskreditieren oder zu bedrohen,
lehnen wir in aller Deutlichkeit ab. Wissenschaftsfeindlichkeit und Intellektuellenfeindlichkeit
sind zentrale Merkmale autoritärer Politik, die das gesellschaftliche Vertrauen in die Wissenschaft
untergraben.
Wir verurteilen jegliche Drohungen gegen Forschende, sei es im Bereich der Gender Studies oder
in anderen Disziplinen. Wir bekräftigen unsere Überzeugung, dass die Autonomie von Wissenschaft
und Hochschulen für das demokratische System von entscheidender Bedeutung ist.
Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit sind Angriffe auf die Demokratie selbst.
Fachgesellschaft Geschlechterstudien

30 Jahre Grundgesetzzusatz: Ökonomische Eigenständigkeit von Frauen ist überfällig

Die Care.Macht.Mehr-Initiative ist Teil des Bündnis Sorgearbeit fair teilen. Das Bündnis hat nun eine Pressemitteilung zum Thema 30 Jahre Grundgesetzzusatz: Ökonomische Eigenständigkeit von Frauen ist überfällig.

Halbzeitbilanz

Nach knapp zwei Jahren Ampelkoalition ist die Zwischenbilanz zur fairen Verteilung von Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern ernüchternd. In ihrem Koalitionsvertrag haben @spdde, @die_gruenen und @fdp vereinbart: „Die Gleichstellung von Frauen und Männern muss in diesem Jahrzehnt erreicht werden“. Trotzdem wurde bislang keine der in den Slides genannten Maßnahmen umgesetzt.
Aktuell laufen die parlamentarischen Beratungen für den Bundeshaushalt 2024.
Im @buendnis_sorgearbeit fair teilen haben wir uns deshalb heute schriftlich an die Abgeordneten im Familien- und Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages gewandt und nachdrücklich mehr Haushaltsmittel für gleichstellungspolitische Vorhaben und die Erfüllung des Koalitionsvertrags eingefordert.
@spdbt @gruenebundestag @fdpbt
#sorgearbeitfairteilen #closethecaregab #sharejobandcare #koalitionsvertrag #ampelkoalition #gleichstellung #haushaltsberatungen #haushalt

Pressemitteilung